Der World Travel & Tourism Council (WTTC) warnt davor, dass Betriebsstörungen und lange Wartezeiten an Grenzübergängen die Tourismusnachfrage in Europa drastisch verringern könnten.
Auf der Grundlage einer Umfrage unter mehr als 2.500 Kurz- und Langstreckenreisenden stellte die Organisation fest, dass systematische Verzögerungen von drei Stunden oder mehr dazu führen würden, dass etwa ein Drittel der Touristen ihre Pläne für einen Besuch in Ländern, die am Freizügigkeitsabkommen teilnehmen, aufgeben würde.
Finanzielles und betriebliches Risiko
Dieses Szenario von Grenzproblemen stellt ein erhebliches finanzielles und betriebliches Risiko für das europäische Ökosystem dar.
Laut den Prognosemodellen des WTTC für das Jahr 2026 könnten anhaltende Engpässe an Flughäfen und Seehäfen zum Verlust von bis zu 41 Millionen internationalen Besuchern führen, was einem potenziellen Verlust an direkten Einnahmen in Höhe von 45,4 Milliarden US-Dollar entspräche.
Die Organisation betont, dass Europas Mangel an Flexibilität und qualifiziertem Personal – trotz der Modernisierung der Grenzen und der Priorisierung der Sicherheit – einen deutlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber konkurrierenden Reisezielen darstellt, die wesentlich optimierte Einreiseverfahren bieten.
Drei dringende Maßnahmen
Um diese Risiken zu mindern und einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, schlägt die Führung des Wirtschaftsverbands drei dringende Maßnahmen vor, die sich an politische Entscheidungsträger richten.
Der Plan sieht vor, die Einführung der mobilen App „Travel to Europe“ zu beschleunigen, um die digitale Vorabregistrierung von Passagierdaten zu ermöglichen, unverzüglich koordinierte Informationskampagnen in wichtigen Quellmärkten zu starten und die volle Betriebskapazität an Flughäfen durch eine Aufstockung des Personals und die Verbesserung der Zuverlässigkeit biometrischer Geräte sicherzustellen.
Die Nachhaltigkeit der Branche ist für die regionale makroökonomische Stabilität von entscheidender Bedeutung, da der Tourismus zum Ende des letzten Geschäftsjahres 3 Billionen US-Dollar zur europäischen Wirtschaft beitrug und 40,7 Millionen Arbeitsplätze sicherte.
Intelligente Grenzen
In offiziellen Stellungnahmen, die in demselben Dokument enthalten sind, betonte Gloria Guevara, Präsidentin und CEO des WTTC, dass die Einführung intelligenter Grenzen ein praxisorientierter Prozess sein muss, bei dem die Nutzererfahrung im Mittelpunkt steht, und warnte, dass es sich Europa nicht leisten könne, seine globale Attraktivität durch vermeidbare bürokratische Hürden zu gefährden.








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