Bei der Präsidentschaftswahl am 21. Juni besiegte Abelardo de la Espriella, ein millionenschwerer Anwalt und Unternehmer, Petros Kandidaten mit einem knappen Vorsprung von weniger als 1 %. Er gehört dem rechten Lager an und wurde von Donald Trump im Rahmen einer laufenden Kampagne unterstützt, die es Kandidaten der Rechten erfolgreich ermöglicht hat, die geopolitische Landkarte Lateinamerikas zu verändern.
Auch wenn Espriella vorerst die assoziierte Mitgliedschaft beibehalten mag, dient dies lediglich dazu, die Politik des Mercosur zu mäßigen, gegen die die USA Widerstand bekundet haben. Tatsächlich kann dies als Teil einer konzertierten Bewegung angesehen werden, die darauf abzielt, die Hegemonie Brasiliens in einem sozialistischen Lateinamerika zu schwächen, indem die Regierung von Präsident „Lula“ bei den bevorstehenden Wahlen im Oktober gestürzt wird.
Ein solch dramatischer politischer Wandel wird den globalen Einfluss Brasiliens in den BRICS-Staaten, zu deren Gründungsmitgliedern es gehörte, weitaus wirksamer verändern. Kolumbien ist dem Block nicht beigetreten, obwohl es im Juni 2025 der Neuen Entwicklungsbank der BRICS (NDB) beigetreten ist. Sein Austritt wird mit ziemlicher Sicherheit von den USA gefordert werden, die die jüngsten Siege der Rechten in Chile und Honduras inszeniert haben, in Peru einen deutlichen Vorsprung genießen und zudem den venezolanischen Präsidenten gefangen halten.
An Geld mangelt es nicht, um die Armee von Influencern zu finanzieren, die für die USA arbeiten und von amerikanischen Cyber-Oligarchen dabei unterstützt werden, Fehlinformationen zu verbreiten, mit denen „unentschlossene Wähler“ für sich gewonnen werden sollen.
Unmittelbare Opfer wären das South Atlantic Cable System (SACS), das Brasilien direkt mit Südafrika und Angola verbindet, sowie das weitaus größere Pazifik-System, das China, Indien, Saudi-Arabien und viele andere asiatische Staaten mit Lateinamerika verbinden soll und damit die Umgehung der USA vollenden würde.
Die guten Beziehungen der EU zum Mercosur bei der Förderung eines unabhängigen Handels und sozialer Vorteile zum Wohle eines großen Teils der Weltbevölkerung könnten durch die wachsende Macht der Rechten durchaus gefährdet werden.
Sicherlich hat Portugal mit seinen historischen Verbindungen zu Brasilien guten Grund, seine Position in einer zunehmend fragmentierten Weltordnung zu überdenken.








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