Der Appell der britischen Fluggesellschaft zielt darauf ab, den Druck auf die Flughäfen während der Hochsaison zu verringern.

In einer Pressemitteilung erklärt das Unternehmen, dass das EES nicht auf die Reisezeit nach Ende des Schuljahres vorbereitet sei, da viele Familien unmittelbar nach Schulschluss Reisen durch ganz Europa planen.

In diesem Sinne und mit dem Ziel, „einen Reisealptraum während der Schulferien zu vermeiden“, fordert Ryanair die europäischen Regierungen erneut auf, die Einführung des EES auf September zu verschieben, wenn der Höhepunkt des Sommerreiseverkehrs abgeklungen ist. Die Fluggesellschaft erklärt zudem, dass eine Aussetzung des Systems die Unannehmlichkeiten für Passagiere verringern könnte, insbesondere für diejenigen, die mit Kindern oder älteren Menschen reisen.

Dennoch bittet das Unternehmen Passagiere auf Flügen außerhalb des Schengen-Raums, früher am Flughafen einzutreffen, da es an den Grenzkontrollen zu längeren Wartezeiten kommen könnte.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ryanair gegenüber den Regierungen der betroffenen Länder Bedenken geäußert, Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher gefordert und um eine Aussetzung des EES gebeten hat. Die Fluggesellschaft gibt zudem an, keine Antwort von den Regierungen erhalten zu haben.

Im selben Dokument erklärt Ryanairs Chief Operating Officer, Neal McMahon, das EES sei für den Sommer nicht vorbereitet, und setzt sich für die Fluggäste und ihre Familien ein. Er argumentiert, sie dürften nicht als Versuchskaninchen in einem System behandelt werden, das seiner Meinung nach unvollständig ist.