Das Europäische Reiseinformations- und Genehmigungssystem (ETIAS) wird letztendlich von visumfreien Reisenden, darunter Inhaber britischer, US-amerikanischer, kanadischer und australischer Reisepässe, verlangen, vor der Einreise in die meisten Länder des Schengen-Raums eine Online-Reisegenehmigung einzuholen.
Das System kann jedoch erst eingeführt werden, wenn das neue Einreise-/Ausreisesystem (EES) der EU voll funktionsfähig ist. Da die Einführung des EES verschoben wurde, hat sich auch die Einführung von ETIAS verzögert.
Nach dem aktuellen Zeitplan soll das EES noch in diesem Jahr in Betrieb gehen, während ETIAS nach einer schrittweisen Einführung voraussichtlich erst 2027 verbindlich wird.
Wenn das System schließlich in Betrieb genommen wird, müssen Reisende vor der Abreise einen Online-Antrag ausfüllen, in dem sie ihre Reisepassdaten angeben und eine Reihe von Sicherheitsfragen beantworten. Die meisten Anträge werden voraussichtlich innerhalb weniger Minuten genehmigt, einige erfordern jedoch möglicherweise zusätzliche Überprüfungen.
Nach der Genehmigung bleibt eine ETIAS-Genehmigung in der Regel drei Jahre lang gültig oder bis zum Ablauf des Reisepasses des Reisenden, je nachdem, was zuerst eintritt. Sie ermöglicht mehrere Kurzaufenthalte in teilnehmenden europäischen Ländern, ohne dass ein Visum erforderlich ist.
Die Genehmigung wird für die meisten erwachsenen Antragsteller voraussichtlich 20 € kosten, während Kinder unter 18 Jahren und Erwachsene ab 70 Jahren von der Gebühr befreit sind.
Die Verzögerung bedeutet, dass Reisende, die Portugal und andere Schengen-Länder besuchen, vorerst weiterhin nach den geltenden Regeln reisen können, sofern sie die bestehenden Pass- und Einreisebestimmungen erfüllen.
Europäische Beamte erklären, dass die zusätzliche Zeit den Mitgliedstaaten ermöglichen wird, die technischen Vorbereitungen abzuschließen und sicherzustellen, dass sowohl das EES als auch das ETIAS vor der Einführung der neuen Grenzsysteme voll funktionsfähig sind.
Obwohl derzeit keine unmittelbaren Maßnahmen erforderlich sind, wird Reisenden, die in den nächsten Jahren einen Urlaub in Europa planen, empfohlen, offizielle Ankündigungen im Auge zu behalten, sobald die Umsetzungstermine bestätigt werden.









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