Die am 21. Juli erreichte Zahl der Unterzeichner entspricht dem Doppelten der gesetzlich vorgeschriebenen 7.500 Unterschriften, die erforderlich sind, damit eine Bürgerinitiative in die parlamentarische Debatte gelangt, was die wachsende und weit verbreitete Unzufriedenheit mit dem von der Organisation SDR Portugal verwalteten Modell widerspiegelt.

Zu den wichtigsten Kritikpunkten gehört, dass die Initiatoren der Initiative die finanzielle Struktur des Systems in Frage stellen und behaupten, das System wälze Kosten auf die Verbraucher ab, die vollständig von den Getränkeherstellern und -händlern getragen werden sollten.


Die Unterzeichner betrachten es als ungerechte Benachteiligung, dass die Bürger gezwungen sind, das Pfand bereits beim Kauf im Voraus zu zahlen und diesen Betrag erst nach der physischen Rückgabe der Behälter zurückzuerhalten.

Über das konzeptionelle Modell hinaus listet die Petition, über deren Einzelheiten die Zeitung „Correio da Manhã“ berichtete, verschiedene operative Probleme auf, mit denen die Nutzer in ihrem Alltag konfrontiert sind.

Sie hebt Hindernisse bei der Abgabe von Verpackungen an Sammelstellen, Fehlfunktionen von Automaten, die gültige Behälter zurückweisen, sowie das Fehlen wirksamer Beschwerdekanäle zur Behebung dieser Vorfälle hervor.

Die Kritik richtet sich zudem auf die mangelnde Transparenz bei der Verwaltung der Mittel aus nicht zurückgeforderten Verbraucherstreitbeträgen; die Petenten fordern eine stärkere öffentliche Kontrolle, klarere Regeln für die Verwendung dieser Mittel sowie die Ersetzung des derzeitigen Modells durch eine gerechtere Lösung für das Verpackungsmanagement.