Sie nahmen an einer ordentlichen Sitzung des Gemeinderats teil, bei der Mitglieder der Gruppe im Rahmen der öffentlichen Anhörung Erklärungen verlasen.

Eine wachsende Zahl von Einwohnern von Lagos, die über das geplante Bauvorhaben zutiefst besorgt sind, hat sich zu einem Bürgerkomitee namens „Save Meia Praia“ zusammengeschlossen.

Becca Williams, Mitglied des „Save Meia Praia“-Teams, betonte: „Hier geht es um mehr als nur ein Projekt. Es geht darum, ob Entscheidungen, die eine geschützte und von der Öffentlichkeit geschätzte Küstenlinie betreffen, transparent, auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und unter strikter Berücksichtigung des öffentlichen Interesses getroffen werden.“

Die Gruppe verfolgt zwei Ziele:

Transparenz: Die Bürger von Lagos haben ein Recht auf Einsicht in die Planungsunterlagen, damit sie verstehen können, was vorgeschlagen wird, und den bisherigen Prozess nachvollziehen können. Sie fordern, dass diese Informationen veröffentlicht werden.

Umweltprüfungen: Es ist bekannt, dass die ursprüngliche Planung bereits abgeschlossen wurde und alle Genehmigungen aus dem Jahr 1988 stammen. Die Bürgerinitiative macht geltend, dass für ein Projekt dieser Größenordnung und mit dieser ökologischen Sensibilität keine Baugenehmigung erteilt werden sollte, solange das Projekt nicht alle geltenden Umweltgesetze, -vorschriften und -anforderungen erfüllt.

„Wir sind nicht gegen Entwicklung. Wir sind gegen eine Entwicklung, die auf Kosten der Dünen, der Umwelt und der Zukunft von Meia Praia geht. Sind diese empfindlichen Ökosysteme erst einmal zerstört, kann kein Geld der Welt sie wiederherstellen“, sagte Graça Bastos, Mitglied des Teams von „Save Meia Praia“.

Die ausschließlich aus Freiwilligen bestehende Gruppe „Save Meia Praia“ schließt sich den bürgergeführten Initiativen in ganz Portugal an, um die Küste vor Bebauungen zu schützen, die empfindliche Küstenökosysteme bedrohen.

Greenpeace Portugal veröffentlichte kürzlich einen Bericht, der die Gefahren für die portugiesische Küste aufzeigt und schätzt, dass 40 % der Strände an der Algarve ohne dringende Anpassungsmaßnahmen bis zum Jahr 2100 zu verschwinden drohen.

Der Bericht argumentiert, dass die zentrale Frage nicht einfach darin besteht, ob ein Gebäude heute errichtet werden kann, sondern ob es während seiner gesamten Nutzungsdauer an einer Küste, an der das Meer immer weiter vordringt und Stürme zunehmend zerstörerisch werden, sicher, ökologisch vertretbar und finanziell tragfähig bleiben kann.

Pressekontakthttps://www.greenpeace.pt/noticias/o-litoral-portugues-como-primeira-linha-do-nossofuturo/: savemeiapraia@gmail.org