Maria da Graça Carvalho, die Ministerin für Umwelt und Energie, erklärte am Mittwoch, dass die Beteiligung des Staates an REN (Redes Energéticas Nacionais) dazu beitragen könne, Investitionen in das Stromnetz zu beschleunigen und die Strompreise zu senken, wie CNN Portugal berichtet.

„Um den Strompreis zu senken, müssen wir beispielsweise den Anteil von Solarenergie und erneuerbaren Energien erhöhen, die deutlich kostengünstiger sind als andere Technologien“, erklärte die Ministerin im Parlament.

Investitionen beschleunigen

Während einer Anhörung vor dem Ausschuss für Umwelt und Energie brachte Carvalho den Erwerb von 13,7 Prozent der REN-Anteile durch den Staat mit der Notwendigkeit in Verbindung, Investitionen in das Netz und die Anschlussprozesse zu beschleunigen.

Ihrer Aussage zufolge hängen mehrere für Portugal geplante Investitionen derzeit von der Verfügbarkeit von Kapazitäten im Stromnetz ab.

Die Ministerin argumentierte zudem, dass die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien eine rasche Investition in das Stromnetz erfordere.

Wirtschaftliche Aussichten

Laut Carvalho bietet die staatliche Beteiligung an REN neben bestehenden Mechanismen wie der Genehmigung von Entwicklungs- und Investitionsplänen sowie einer unabhängigen Regulierung ein zusätzliches Handlungsinstrument.

Die Ministerin hatte die Energiewende Portugals bereits mit den allgemeinen wirtschaftlichen Aussichten des Landes in Verbindung gebracht und argumentiert, dass der Zugang zu sauberer Energie die Fähigkeit des Landes beeinflussen könnte, international wettbewerbsfähig zu sein und Investitionen anzuziehen.

„Der entscheidende Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes wird die Verfügbarkeit und der Preis sauberer Energie sein“, erklärte sie.

Zweitgrößter Anteilseigner

Parpública, die sich im Staatsbesitz befindet, hat kürzlich den Erwerb von 13,7 Prozent an REN von Pontegadea Inversiones abgeschlossen, einer Investmentgesellschaft im Besitz von Amancio Ortega, dem Gründer von Inditex und Eigentümer von Zara.

Der Staat hatte sich 2014 aus REN zurückgezogen; diese Transaktion markiert die Rückkehr des Staates in das Kapital des Strom- und Gasnetzbetreibers. Nun ist der Staat der zweitgrößte Anteilseigner hinter dem chinesischen Unternehmen State Grid, das 25 Prozent an REN hält.