Bislang wurde uns in den üblichen Schulbüchern beigebracht, dass die abgelegenen Inseln der Azoren bereits im 15. Jahrhundert erstmals offiziell von portugiesischen Seefahrern besiedelt wurden. Doch diese seit langem etablierte historische Darstellung könnte sich bald grundlegend ändern.
Derzeit ist das engagierte Abora-Team unter der Leitung von Dominique Görlitz aktiv vor Ort auf den azorischen Inseln São Miguel und Pico im Einsatz und sammelt wissenschaftliche Proben, um die tief verborgenen Geheimnisse unter der Erde aufzudecken. Ihr Mittel der Wahl? Die Datierung mittels optisch stimulierter Lumineszenz (OSL). Diese fortschrittliche wissenschaftliche Methode ermöglicht es Forschern, genau zu bestimmen, wann Fundamentsedimente oder Steinstrukturen zuletzt dem Sonnenlicht ausgesetzt waren.
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Als ähnliche, rigorose OSL-Untersuchungen auf den Kanarischen Inseln durchgeführt wurden, verblüfften die Ergebnisse die archäologische Fachwelt. Sie zeigten, dass alte Steinstrukturen und Pyramidenstätten Tausende von Jahren älter waren als bisher angenommen und bis tief in die Antike zurückreichten.
Während das Abora-Team weiterhin Proben auf São Miguel und Pico sammelt und analysiert, wird uns bewusst, wie wenig wir tatsächlich über unsere ferne Vergangenheit wissen. Die Wissenschaft lüftet langsam den Schleier über die frühen transatlantischen Kontakte.


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