Die Initiative soll praktische Probleme angehen, die seit Jahren bestehen, wie beispielsweise Schwierigkeiten bei der Zustellung von Post und Paketen sowie mögliche Verzögerungen bei medizinischen Notdiensten.

Der Regularisierungsprozess begann im Oktober 2021, als die neu gewählte Stadtverwaltung ein eigenes Ressort für „Ortsnamen und Kulturerbe“ schuf, berichtet die Algarve Daily News. Die Arbeiten wurden von der städtischen Kommission für Ortsnamen in Zusammenarbeit mit den Gemeinderäten durchgeführt.

Nach Angaben des Gemeinderats hatten unbenannte Straßen in Verbindung mit Fehlern und Unstimmigkeiten bei der Hausnummerierung die Überprüfung von Adressen und die Identifizierung von Grundstücken erschwert.

Einzigartige Straßennamen

Die neuen Straßennamen spiegeln die Geschichte Monchiques, traditionelle Berufe und bedeutende Persönlichkeiten wider.

So erinnert beispielsweise die „Straße 16. Januar 1773“ an das Datum, an dem Monchique den Status einer Stadt erhielt und zum Sitz einer eigenen Gemeinde wurde. Der „Platz 25. April“ wurde von der städtischen Jugendversammlung vorgeschlagen und erinnert an die Nelkenrevolution von 1974.

Auch lokale Persönlichkeiten wurden gewürdigt, wie beispielsweise „Menina Helena“, die vor Ort als „die Krankenschwester des Volkes“ in Erinnerung geblieben ist, sowie Kanonikus Firmino Ferro, Dr. António Pires Ventura und der in Monchique ansässige Forscher José Rosa Sampaio.

Auch die Naturlandschaft von Monchique wurde in den Straßennamen gewürdigt, mit Verweisen auf die Monchique-Eiche, den sogenannten Erdbeerbäumchen und die Magnolie.

Würdigung der portugiesischen Geschichte

Auch die portugiesische Kultur im weiteren Sinne ist vertreten, mit Straßen, die nach berühmten Literaten wie José Saramago, Sophia de Mello Breyner und Florbela Espanca benannt sind. Die Straßennamen würdigen zudem alte, traditionelle Berufe, von denen einige weitgehend verschwunden sind, wie Sattler, Schuhmacher, Weber und Näherinnen.

Mit der Genehmigung der 48 neuen Straßennamen durch den Stadtrat geht das Projekt nun in die zweite Phase über, die aus der Korrektur und Vergabe von Hausnummern besteht. Der Stadtrat wird für jede Straße offizielle Mitteilungen zusammen mit den neuen Nummerierungsplänen herausgeben, bevor er die zuständigen Behörden formell benachrichtigt.