Der 95-Jährige war mit seiner Frau Fabiana Ecclestone aus der Schweiz eingeflogen und auf dem Flugplatz Tires in der Nähe von Cascais gelandet.

Ecclestone erklärte gegenüber Reuters, er habe die Schrotflinte mitgebracht, weil er vorhatte, während seines Aufenthalts in Portugal am Tontaubenschießen teilzunehmen. Das Problem waren die Papiere: Er verfügte nicht über die erforderlichen Unterlagen zum Mitführen der Waffe.

Portugiesische Medien berichteten, dass die Waffe bei einer routinemäßigen Polizeikontrolle entdeckt wurde.

Ecclestone sagte, er habe die Zollabfertigung bereits hinter sich, als die Polizei ihn zur Schrotflinte befragte und die entsprechenden Unterlagen sehen wollte.

Er bezeichnete die daraus resultierende Situation als „unnötige Komplikation“ und erklärte, dass es sich um eine Waffe handelte, die er in der Schweiz zum Tontaubenschießen verwendet hatte und die er auch in Portugal für denselben Zweck nutzen wollte.

Seine Frau reiste schließlich in Begleitung eines Zollbeamten nach Lissabon, um die Schrotflinte den Behörden zu übergeben.

Ecclestone sagte, er habe die von den Beamten geforderten Dokumente unterzeichnet, und die Waffe sei bei den Behörden in Lissabon verblieben.

Nicht sein erster Vorfall mit einer Waffe am Flughafen

Dieser Vorfall ist nicht Ecclestones erste Begegnung mit den Behörden im Zusammenhang mit einer Schusswaffe auf Reisen.

Im Jahr 2022 wurde er in Brasilien kurzzeitig festgehalten, nachdem in seinem Gepäck eine nicht registrierte Handfeuerwaffe entdeckt worden war, als er sich anschickte, einen Privatflug in die Schweiz anzutreten.

Damals räumte Ecclestone ein, dass die Waffe ihm gehörte, sagte jedoch, er habe nicht bemerkt, dass sie sich in seinem Gepäck befand.

Ecclestone leitete rund vier Jahrzehnte lang die kommerziellen Aktivitäten der Formel 1, bevor er 2017 sein Amt niederlegte.

Laut Reuters besitzt er zudem ein Haus in der Ferienregion in der Nähe von Cascais. Seine Frau Fabiana ist Vizepräsidentin für Sport bei der FIA, dem Dachverband der Formel 1.

Diesmal konnte Ecclestone seinen Aufenthalt in Portugal fortsetzen – allerdings ohne die Schrotflinte, die er für das Wochenende mitgebracht hatte.