Der portugiesische Feuerwehrverband hat davor gewarnt, dass die gestiegenen Kosten schwerwiegende Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität humanitärer Organisationen und deren Fähigkeit haben, ihre Dienste aufrechtzuerhalten.

Verbandspräsident António Nunes erklärte gegenüber Lusa, dass die Ausgaben für Kraftstoff um rund 40 % gestiegen seien, wobei der Transport nicht dringender Patienten zu den am stärksten betroffenen Bereichen gehöre.

„Die Situation wird untragbar“, sagte Nunes gegenüber Lusa und fügte hinzu, dass einige Verbände bereits mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hätten.

Auch mehrere Bezirksverbände der Feuerwehrleute haben die Regierung zum Handeln aufgefordert und erklärt, sie könnten sich die steigenden Kraftstoffkosten nicht mehr leisten.

Nunes hat das Problem gegenüber dem Staatssekretär für Zivilschutz, Rui Rocha, zur Sprache gebracht. Er sagte, die Regierung werde möglicherweise auf der Sitzung des Ministerrats in dieser Woche über neue Unterstützungsmaßnahmen für die von den Kraftstoffpreissteigerungen betroffenen Sektoren beraten, auch wenn die Einzelheiten noch nicht bekannt seien.

In der Zwischenzeit fordert der Verband die Nationale Behörde für Notfall- und Zivilschutz auf, den Feuerwehren die Kraftstoffkosten für Juni und Juli unverzüglich zu erstatten und die Zahlungen für August so schnell wie möglich zu leisten.

Nunes erklärte, dass Feuerwehren oft mehrere Monate warten müssen, bis ihnen die für Einsätze – darunter auch die Bekämpfung von Waldbränden – aufgewendeten Mittel erstattet werden.