Zahlen aus dem „World Footwear Yearbook 2026“, das vom portugiesischen Verband der Hersteller von Schuhen, Komponenten und Lederwaren (APICCAPS) veröffentlicht wurde, zeigen, dass Portugal im vergangenen Jahr 74 Millionen Paar Schuhe produziert hat.
Nahezu alle in Portugal hergestellten Schuhe werden im Ausland verkauft, wobei 93 % in 174 Märkte weltweit exportiert werden. Im vergangenen Jahr exportierte das Land 69 Millionen Paar Schuhe und erzielte damit einen Umsatz von rund 1,72 Milliarden Euro.
Der Durchschnittspreis lag bei 28,25 US-Dollar pro Paar, was einem Anstieg von 2,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit lag Portugal an zweiter Stelle hinter Italien, was den Fokus des Landes auf hochwertigere Schuhe widerspiegelt. Lederschuhe machten 58 % der Exporte aus.
Deutschland kaufte mit 24 % den größten Anteil an portugiesischen Schuhen, gefolgt von Frankreich mit 20 %. Die Niederlande und Spanien erhielten jeweils 11 %, während auf das Vereinigte Königreich 6 % entfielen.
Die portugiesischen Schuhausfuhren stiegen im Jahr 2025 um 0,8 % und kehrten damit den Rückgang der beiden vorangegangenen Jahre um. Das Ergebnis stand zudem im Gegensatz zu den rückläufigen Exporten aus Italien und Spanien.
Portugal behielt seine Position als zweitgrößter Schuhproduzent Europas bei und baute seinen Vorsprung gegenüber dem Nachbarland Spanien aus, indem es im Laufe des Jahres 14 Millionen Paar mehr produzierte.
In der ersten Hälfte des Jahres 2026 kam es jedoch zu einer erneuten Abschwächung. Die portugiesischen Schuh-Exporte gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 % zurück und erreichten 813 Millionen Euro.
Paulo Gonçalves, Geschäftsführer von APICCAPS, erklärte, die Branche durchlaufe zwar eine schwierige Phase, doch habe Portugal es geschafft, besser abzuschneiden als viele seiner wichtigsten Konkurrenten.
Der in Portugal verzeichnete Rückgang fiel geringer aus als in Italien und Spanien, wo die Exporte bis Mai um 4,3 % bzw. 7,3 % gesunken waren.








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