Glücksbringer – wer hatte nicht schon einmal einen in seinem Leben? Ein St.-Christoph-Anhänger, der Schutzpatron der Reisenden. Eicheln – aufgrund ihrer Verbindung zur mächtigen Eiche sollen sie Schutz und Kraft spenden. Ich bin mit einem Iren verheiratet, der mir erzählt, dass ein traditionelles Kleeblatt drei Blätter hat und für Irland sowie den christlichen Glauben steht, während ein seltenes vierblättriges Kleeblatt speziell als Glückssymbol bekannt ist – er ist eigentlich eine Laune der Natur, eine seltene Mutation des gewöhnlichen dreiblättrigen Klees, und die Wahrscheinlichkeit, einen zu finden, wird auf etwa 1 zu 10.000 geschätzt. Das sind eine Menge Blätter, nach denen man auf Händen und Knien suchen muss!
Bildnachweis: envato elements; Autor: SundryPhotography;
Ein weiteres Glückssymbol – eine Hasenpfote (für den Hasen selbst allerdings nicht so glücksbringend). Um 600 v. Chr. glaubten die Kelten, dass Hasen, da sie in tiefen unterirdischen Baue lebten, direkt mit den Göttern und Geistern sprechen könnten. Und natürlich vermehren sich Kaninchen schnell, was sie zu einem Symbol für Fruchtbarkeit, Überfluss und Glück macht. Aber pass auf, welchen Fuß du auswählst – im europäischen Volksglauben galt der linke Hinterfuß als der unglücklichste Teil dieses fruchtbaren Tieres – und traditionell betrachtet der Aberglaube die linke Seite von allem als verflucht oder böse. Andere Aberglauben besagen, dass das Mitnehmen des linken Hinterfußes eines Kaninchens unter schrecklichen Umständen (wie auf einem Friedhof um Mitternacht an einem Freitag, dem 13.) so viel Unglück bündelt, dass sich der Talisman vollständig umkehrt, um das Böse abzuwehren und immenses Glück zu schenken.
Hufeisen als Glücksbringer
Ein gefundenes Hufeisen gilt als Glücksbringer aufgrund seines schützenden Eisenmaterials und seiner heiligen Halbmondform, was auf Volksglauben rund um Schmiede oder den Heiligen Dunstan zurückzuführen ist. Wer ist der Heilige Dunstan, fragen Sie sich vielleicht, und was hat er mit Hufeisen zu tun? Der Heilige Dunstan war ein englischer Mönch und Erzbischof von Canterbury aus dem 10. Jahrhundert, der zum Schutzpatron der Schmiede wurde. Seine Verbindung zu Hufeisen geht auf eine berühmte Legende zurück, in der er den Teufel überlistete, indem er ein Hufeisen an Satans eigenen gespaltenen Huf nagelte. Ein zufällig gefundenes Hufeisen verleiht zusätzliche Kraft, da es Sie direkt mit unerwartetem Glück verbindet und traditionell über Türöffnungen gehängt wird, um das Böse einzufangen oder das Haus davor zu schützen. Wird es jedoch verkehrt herum angebracht, soll es Ihr Glück nicht einfangen, sondern zunichte machen.
Bildnachweis: Envato Elements; Autor: Guyswhoshoot;
Das Brechen des Wunschknochens soll Glück bringen. Dabei handelt es sich um einen Y-förmigen Vogelknochen, den man bei den meisten Vögeln findet, insbesondere bei Truthähnen oder Hühnern, doch der Vorgang des Zerbrechens stammt von den alten Etruskern, um einen geheimen Wunsch zu erfüllen. Die Tradition besagt, dass zwei Personen mit ihren kleinen Fingern den Wunschknochen in zwei Teile zerreißen, und derjenige, der das größere Stück erhält, ist der Gewinner und bekommt seinen Wunsch erfüllt.
Das Symbol der winkenden Katze, das man oft in chinesischen Restaurants oder Geschäften sieht, ist eigentlich der Maneki-Neko, eine berühmte japanische Figur, die für Glück, Reichtum und Zufriedenheit steht. Auch wenn es so aussieht, als würde die Katze zur Begrüßung winken, macht sie in Wirklichkeit eine traditionelle japanische Geste, um Menschen, Geld oder Glück hereinzuladen.
Quelle: Envato Elements; Autor: ibenk88;
Unglücksbringer
Diese sind fast ebenso zahlreich wie die Glückssymbole – zerbrochene Spiegel, schwarze Katzen und das Aufspannen eines Regenschirms in Innenräumen, die Zahl 13 (sowie in manchen Ländern die Zahlen 4, 9, 17, 39 und 43). Obwohl es sich nicht um ein Symbol im eigentlichen Sinne handelt, sagt man, dass es Unglück bringt, unter einer Leiter hindurchzugehen, da dadurch eine Dreiecksform entsteht, die heilige spirituelle Grenzen durchbricht. Verschüttetes Salz gilt ebenfalls als schlechtes Omen, was traditionell dadurch behoben wird, dass man eine Prise über die linke Schulter wirft; Krähen und Raben werden aufgrund ihrer Farbe und ihrer Lebensweise mit dem Tod, schwarzer Magie oder schlechten Nachrichten in Verbindung gebracht.
Gibt es Glück wirklich?
Als magische, äußere Kraft existiert Glück wissenschaftlich gesehen nicht – stattdessen erklärt die Wissenschaft „Glück“ durch Wahrscheinlichkeit, Psychologie und Verhalten. Eine positive Einstellung, die Menschen offen für neue Chancen und empfänglich für Muster in scheinbar zufälligen Ereignissen macht.
Haltet also an euren Eicheln, zufälligen Knöpfen, Hufeisen und Marienkäfern fest. „Das Glück begünstigt den Vorbereiteten“ ist ein Sprichwort, das dem antiken römischen Philosophen Seneca zugeschrieben wird – und man weiß nie, wann „Hals- und Beinbruch“, „auf Holz klopfen“ oder „sie umhauen“ ebenfalls nützliche Sprüche sein könnten.









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