Portugal ist das einzige westeuropäische Land, in dem die Wochentage – mit Ausnahme von Samstag und Sonntag – nummeriert werden. Ist Portugal zu katholisch, um die Wochentage nach heidnischen Göttern zu benennen?
Diese westeuropäische Art, die Wochentage zu benennen, könnte durchaus aus Skandinavien oder von den Wikingern stammen. Die Skandinavier haben dieselben Namen für die Wochentage wie Westeuropa, mit Ausnahme des Samstags; diesen nennen sie Wasch- oder Badetag. Ja, sie waschen sich tatsächlich einmal pro Woche!
In Osteuropa ist das anders
Nehmen wir zum Beispiel Polen und Russland; dort haben die Tage nicht dieselben mythologischen Bedeutungen wie in vielen westeuropäischen Sprachen. Während germanische Sprachen (wie Englisch und Deutsch) und romanische Sprachen (wie Französisch und Spanisch) die meisten Tage nach heidnischen Göttern oder Planetengöttern benennen, verwendet das Polnische ein wörtliches, beschreibendes und numerisches Zählsystem, das sich am Sonntag orientiert – ebenso wie das Russische. Ihre Art, die Wochentage zu benennen, beginnt mit dem Sonntag als Tag des „Nichtstuns“; der Montag ist einfach der Tag nach dem Sonntag. Der Dienstag entspricht dann dem zweiten Tag der Woche, der Donnerstag dem vierten und der Freitag dem fünften. „Mittwoch“ bedeutet so viel wie „Mitte“. Das ergibt doch irgendwie Sinn, oder?
Wochenendtage
Samstag und Sonntag haben in den germanischen und romanischen Sprachen leicht unterschiedliche Bedeutungen. Der Samstag ist in den germanischen Sprachen der Tag des Saturn. „Sabado“ in den romanischen Sprachen stammt vom lateinischen „sabbatum“ ab, das auf das hebräische „Schabbat“ bzw. den Ruhetag zurückgeht. Und der Sonntag heißt in den lateinischen/romanischen Sprachen nicht „Sunday“, sondern „Domingo“, „Dimanche“, „Domenica“ – der Tag des Herrn.
Quellenangabe: TPN; Autorin: Scarlett Verkuijlen;
Warum hat die Woche sieben Tage?
Die Sieben-Tage-Woche geht auf die alten Babylonier um 2300 v. Chr. zurück. Sie basierte auf ihrer Verehrung der sieben Himmelskörper (Sonne, Mond, Mars, Merkur, Venus, Jupiter, Saturn) und wurde im Jahr 321 n. Chr. von Kaiser Konstantin im gesamten Römischen Reich offiziell eingeführt. Das 12-monatige Jahr entwickelte sich aus frühen römischen 10-Monats-Systemen, wobei Januar und Februar um 700 v. Chr. hinzugefügt und später von Julius Cäsar vereinheitlicht wurden.
Zwei Kalender
Ein Kalender gehört meiner amerikanischen Freundin Jen, der andere meiner niederländisch-schwedischen Freundin Evie.
Übrigens: Wenn ich einen Termin vereinbare, übersetze ich den Tag in meinem Kopf immer noch oft entweder vom Englischen ins Portugiesische oder vom Portugiesischen ins Englische – sozusagen, um sicherzugehen, dass ich es richtig verstanden habe.
Selbst nach 13 Jahren in diesem Land. Traurig, nicht wahr?
Außer „Freitag“ (Sexta) – den bekomme ich irgendwie immer richtig hin…









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