Die Zahl der Anträge von Personen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich auf Teilnahme an internationalen Aufenthalts- und Staatsbürgerschaftsprogrammen steigt, während im Rahmen des portugiesischen „Golden Visa“-Programms mittlerweile erhebliche Mittel in Kunst- und Kulturerbe-Projekte des Landes fließen.

Der führende Berater für Investitionsmigration, Henley & Partners, hat kürzlich einen Anstieg der Anträge um 15 % zwischen 2024 und 2025 von Personen mit Anschrift im Vereinigten Königreich gemeldet. Obwohl sich diese Zahlen auf Anträge für alle internationalen Investitionsmigrationsprogramme von Henley beziehen und nicht nur auf Portugal, deutet diese wachsende Nachfrage britischer Kunden nach Aufenthaltsmöglichkeiten im Ausland auf einen allgemeinen Trend hin, dass Vermögen aus Großbritannien abfließt.

Für berechtigte britische Staatsbürger, die Portugal in Betracht ziehen, bietet das „Golden Visa“ einen Weg zum Aufenthalt in Europa, ohne dass ein sofortiger Vollzeitumzug erforderlich ist. Die Flexibilität des Visums ermöglicht es Antragstellern, ihre familiären, geschäftlichen und beruflichen Verpflichtungen in Großbritannien aufrechtzuerhalten, während sie ihre Pläne für Portugal weiterentwickeln.

Finanzmittel aus dem „Golden Visa“ für Kulturprojekte haben sich fast vervierfacht

Nach Angaben des portugiesischen Kulturministeriums, die im April 2026 veröffentlicht wurden, beliefen sich die im Rahmen des Golden Visa bereitgestellten Mittel für Kulturprojekte im Jahr 2025 auf 46,8 Millionen Euro – fast das Vierfache der im Jahr 2024 verzeichneten 11,7 Millionen Euro.

Mit diesen Mitteln wurden 41 förderfähige kulturelle Aktivitäten entweder vollständig oder teilweise unterstützt. Dazu gehörten beispielsweise die Einrichtung des Spielzeugmuseums in Caramulo, die Restaurierung von Kulturerbe in Estremoz und Konservierungsarbeiten am Azurara-Palast in Lissabon.

Im August 2026 veröffentlichte das portugiesische Amt für Kulturstrategie und -planung (GEPAC) eine aktualisierte Liste der für das „Golden Visa“-Programm förderfähigen Kulturprojekte, um denjenigen mehr Transparenz zu bieten, die erwägen, Portugals Kunst und Kulturerbe über das „Golden Visa“-Programm zu unterstützen.

Aufenthaltsrecht mit Flexibilität für Familien

Die Mindestaufenthaltsdauer in Portugal für Inhaber eines „Golden Visa“ beträgt im ersten Jahr nur sieben Tage und in den folgenden Zweijahreszeiträumen 14 Tage. Auf Wunsch können Inhaber eines „Golden Visa“ auch die Einbeziehung berechtigter Familienangehöriger im Rahmen der „Familienzusammenführung“ beantragen.

Christina Hippisley, Geschäftsführerin der Portugiesischen Handelskammer in Großbritannien, sagte:

„Für viele Menschen liegt der Reiz bei der Beantragung des Golden Visa darin, die Wahl über ihre Zukunft zu haben. Vielleicht möchten sie mehr Zeit in Portugal verbringen, sich auf den Ruhestand vorbereiten oder Chancen für ihre Familie schaffen, während sie ihr Leben in Großbritannien beibehalten.

„Das Golden Visa kann diese Flexibilität bieten, aber es ist wichtig, die Investitionsanforderungen, Kosten und aktuellen Vorschriften zu verstehen, bevor man entscheidet, ob dies der richtige Weg ist.“

Die Investitionsmöglichkeiten verstehen

Für diejenigen, die das Goldene Visum in Portugal in Betracht ziehen, gibt es zwei Hauptwege.

Erstens: eine Investition von mindestens 500.000 € in förderfähige (nicht immobilienbezogene) Investmentfonds. Zweitens: ein kultureller Beitrag zu förderfähigen Kunst- und Kulturerbe-Projekten, wobei die Spende in der Regel bei 250.000 € beginnt. Für förderfähige Kulturprojekte in ausgewiesenen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte in Portugal gilt eine reduzierte Schwelle von 200.000 €.

Immobilienkäufe berechtigen nicht mehr zur Beantragung des Golden Visa. Kulturelle Spenden sind in der Regel nicht rückerstattbar, während Investmentfonds mit finanziellen Risiken verbunden sind. Staatliche Gebühren und Honorare für Fachleute fallen zusätzlich an.

Was hat sich im Jahr 2026 geändert?

Seit Februar 2026 ermöglicht die portugiesische Einwanderungsbehörde AIMA die digitale Verlängerung von Golden Visas über ihr Verlängerungsportal. Visuminhaber oder neue Antragsteller sollten sich jedoch weiterhin professionell über die aktuellen Bearbeitungszeiten beraten lassen.

Am 19. Mai 2026 traten zudem Änderungen der portugiesischen Staatsangehörigkeitsvorschriften in Kraft. Seit diesem Datum benötigen britische Staatsangehörige, die in Portugal die Einbürgerung beantragen, in der Regel einen rechtmäßigen Aufenthalt von zehn Jahren. Staatsangehörigkeitsanträge, die bereits vor diesem Datum anhängig waren, unterliegen weiterhin den bisherigen Vorschriften.

Das „Golden Visa“ gewährt das Aufenthaltsrecht in Portugal. Die volle Staatsbürgerschaft (einschließlich eines portugiesischen Reisepasses) erfordert einen separaten Antrag und die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen.

Wer sich für das portugiesische „Golden Visa“ interessiert, kann am Donnerstag, dem 15. Oktober 2026, im Pestana Chelsea Bridge Hotel in London auf der „Moving to Portugal Show & Seminars“ Rechts-, Steuer- und Finanzexperten treffen. Die von der portugiesischen Handelskammer in Großbritannien organisierte Veranstaltung verbindet Fachseminare mit der Möglichkeit, Ihre individuelle Situation direkt mit Beratern zu besprechen. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Melden Sie sich für einen kostenlosen Platz an – https://MTP-London-October.eventbrite.co.uk