Portugal bietet Investoren jede Menge interessante Entwicklungen.
Laut CBRE beliefen sich die Investitionen in Gewerbeimmobilien im ersten Halbjahr 2026 auf 1,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum und das beste Halbjahresergebnis seit 2020. CBRE hat nun seine Prognose für das Gesamtjahr auf über 3 Milliarden Euro angehoben.
Ich denke jedoch, dass die interessantere Frage nicht darin besteht, wie viel Kapital nach Portugal fließt.
Vielmehr geht es darum, wohin das Kapital fließt.
Hotels sowie Industrie- und Logistikimmobilien machten im zweiten Quartal etwa 58 % der Investitionen aus. Das sagt uns etwas Wichtiges darüber, wie Investoren Portugal zunehmend einschätzen.
Hier geht es um mehr als nur Wohnimmobilien.
Das Gastgewerbe wird zu einem institutionellen Segment
Besonders der Gastgewerbesektor sticht hervor. Eine separate Studie von CBRE zeigt, dass die Hotelinvestitionen in Portugal im ersten Halbjahr 2026 rund 512 Millionen Euro erreichten – ein Anstieg von 82 % gegenüber dem Vorjahr.
Diese Zahlen bestätigen einen Trend, den ich schon seit einiger Zeit verfolge.
Der Tourismus mag zwar die Nachfrage schaffen, doch die Investitionsmöglichkeiten reichen weit über diesen Bereich hinaus.
Hotels sind nicht einfach nur Gebäude. Es handelt sich um operative Unternehmen, die Management, Technologie, Gastronomie, Transport, Instandhaltung, Personal, Erlebnisse und unzählige lokale Lieferanten erfordern.
Wenn institutionelles Kapital ein Hotel erwirbt, machen die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht an der Grundstücksgrenze Halt.
Das gleiche Prinzip gilt für die Logistik. Lagerhäuser und Distributionszentren gewinnen an Wert, weil die umliegenden Unternehmen, der Handel und die Infrastruktur expandieren.
Deshalb bin ich der Meinung, dass Investoren zunehmend über den traditionellen portugiesischen Wohnimmobilienmarkt hinausblicken sollten.
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Ich bezeichne das gerne als „Downstream“-Investieren.
Mit dem ersten Dollar wird das Hotel, das Lager oder die Infrastruktur gekauft. Der zweite Dollar fließt in alles, was für den Betrieb, die Verbesserung und das Wachstum erforderlich ist. Oft ergeben sich gerade hier interessante Chancen.
Anstatt nur zu fragen: „Welche Vermögenswerte kaufen Investoren?“, sollten Sie eine andere Frage stellen: „Welche Unternehmen profitieren davon, dass diese Vermögenswerte gekauft werden?“
Das führt Investoren zu Hotelbetreibern, Tourismusunternehmen, Logistikdienstleistern, Technologieplattformen, Energieinfrastruktur und anderen operativen Unternehmen, die im nachgelagerten Bereich der expandierenden portugiesischen Wirtschaft positioniert sind.
Die Zahlen von CBRE zeigen noch etwas anderes Wichtiges: Die Spitzenrenditen blieben im zweiten Quartal weitgehend stabil, obwohl die Investitionstätigkeit anhielt. Das deutet darauf hin, dass Investoren nicht einfach nur den sich rasch verknappenden Renditen hinterherjagen. Sie investieren Kapital in Sektoren, in denen sie langfristige wirtschaftliche Fundamentaldaten erkennen.
Dies ist auch die Anlagestrategie hinter dem „Global Investment Partnership Hospitality & Tourism Fund“, den wir in Portugal auflegen. Anstatt lediglich Immobilien zu kaufen und auf Wertsteigerungen zu warten, ist der Fonds darauf ausgelegt, in qualifizierte Hotel- und Tourismusunternehmen zu investieren, die von diesem wachsenden Zufluss institutionellen Kapitals profitieren können.
Die Strategie konzentriert sich auf Serviced Accommodations, Erlebnisgastronomie und die Tourismuswirtschaft im weiteren Sinne – mit dem Ziel, sowohl operative Erträge als auch langfristigen Unternehmenswert zu erzielen. Für Anleger, die das portugiesische „Golden Visa“ anstreben, besteht das Ziel darin, einen qualifizierten Investitionsweg in Höhe von 500.000 € zu bieten und gleichzeitig ein Engagement in demselben Gastgewerbesektor zu erlangen, auf den institutionelle Anleger zunehmend abzielen.
Einfach ausgedrückt: Wir versuchen nicht vorherzusagen, wohin das Kapital als Nächstes fließen wird. Wir positionieren uns dort, wo es bereits hingießt.
Portugals Investitionslandschaft entwickelt sich rasant weiter.
Jahrelang entdeckten internationale Investoren Portugal über Wohnimmobilien und den Tourismus. Zunehmend scheint institutionelles Kapital jedoch tiefer in die Wirtschaft einzutauchen.
1,4 Milliarden Euro – das ist die Schlagzeile. Wohin dieses Geld als Nächstes fließt, könnte die größere Chance sein.









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