Einige der weltweit größten Hotelunternehmen kaufen Boutique-Hotelmarken, ohne die dazugehörigen Immobilien zu erwerben.
Hilton zahlte 210 Millionen Dollar für Graduate Hotels. Hyatt erwarb Standard International für bis zu 335 Millionen Dollar. Marriott erklärte sich bereit, 355 Millionen Dollar für citizenM zu zahlen, wobei zusätzliche Zahlungen an das künftige Wachstum geknüpft sind.
In jedem dieser Fälle lag ein Großteil des Wertes nicht in den Gebäuden.
Es waren vielmehr die Marke, die Managementverträge, die Betriebsplattform und die Möglichkeit, das Konzept auf weitere Hotels auszuweiten.
Diese Unterscheidung ist für Investoren, die sich für Portugal interessieren, wichtig.
Portugals fragmentierter Markt schafft Chancen
Portugal hat ein außergewöhnliches Wachstum im Tourismus verzeichnet, doch sein Markt für Boutique-Hotels ist nach wie vor stark fragmentiert.
Viele unabhängige Hotels befinden sich nach wie vor im Besitz von Einzelpersonen oder Familien. Einige Eigentümer stehen kurz vor dem Ruhestand, ohne einen klaren Nachfolgeplan zu haben. Andere besitzen hervorragende Immobilien in etablierten Tourismusdestinationen, verfügen jedoch möglicherweise nicht über die erforderliche Erfahrung im Gastgewerbe, die Technologie, die Vertriebskanäle und das professionelle Management, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
Ich glaube, dass dies eine interessante, langfristige und stabile Investitionsmöglichkeit schafft.
Anstatt einfach nur weitere Hotels zu entwickeln, besteht die Möglichkeit, bestehende Beherbergungsbetriebe zu erwerben, deren Leistung zu verbessern und ausgewählte Objekte über eine stärkere Betriebsplattform zusammenzuführen, bei der allein schon ein besseres Management Mehrwert schafft.
Portugals Wert für Investoren liegt in seiner Authentizität.
Lissabon, Porto, Madeira, die Algarve und das Douro-Tal bieten jeweils eine ganz eigene Architektur, Kultur, Küche und Geschichte. Boutique-Hotels fangen diesen Charakter auf eine Weise ein, wie es standardisierte globale Marken oft nicht können.
Das Ziel sollte nicht darin bestehen, diese Individualität zu beseitigen. Vielmehr sollte es darum gehen, das dahinterstehende Geschäft zu professionalisieren.
Aufbau von zwei Wertschichtungen
Diese Denkweise steht im Mittelpunkt der Strategie des „Hospitality & Tourism Fund“ von Global Investment Partnership.
Die Strategie konzentriert sich auf Unternehmen im Gastgewerbe, bei denen ein stärkeres Management, eine bessere Markenführung, modernere Technologien und effizientere Betriebsabläufe den Cashflow verbessern und gleichzeitig den langfristigen Unternehmenswert steigern können.
Das schafft einen wichtigen Unterschied. Ein Hotel kann Erträge generieren und als Vermögenswert an Wert gewinnen.
Eine Gastgewerbeplattform kann jedoch potenziell durch ihre Marke, Managementverträge, betriebliche Expertise und die Fähigkeit, über mehrere Objekte hinweg zu skalieren, eine weitere Wertschicht schaffen.
Die globalen Hotelkonzerne haben dies erkannt. Sie verfügen über das Kapital und die globale Reichweite, um erfolgreiche Hotelmarken aufzubauen, aber ihnen fehlt die Zeit und die lokalen Ressourcen, um Hunderte kleiner, unabhängiger Hotels einzeln zu finden, zu analysieren und zu optimieren. Was sie suchen, sind bewährte Gastgewerbeplattformen, die diese Objekte bereits zusammengeführt, ihre Leistung verbessert und ihre Skalierbarkeit unter Beweis gestellt haben.
Die Chance besteht nicht einfach darin, mehr Hotels zu besitzen.
Es geht darum, eine skalierbare Plattform für die Hotellerie aufzubauen, die für Investoren einen Mehrwert schafft, der über die einzelnen Objekte hinausgeht – und letztendlich für größere globale Hotelgruppen attraktiv wird, die nach bewährten Plattformen für Akquisitionen und Expansion suchen.









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