„Die Portugiesische Filmakademie gratuliert António Ferreira, dem Produzenten, dem gesamten künstlerischen und technischen Team sowie allen anderen an der Entstehung von ‚A Memória do Cheiro das Coisas‘ beteiligten Fachleuten und wünscht ihnen viel Erfolg in dieser neuen Etappe der Reise des Films“, heißt es in der Erklärung der Akademie.
Der Film stand in den vergangenen Wochen zusammen mit „18 Buracos para o Paraíso“ (18 Löcher ins Paradies) von João Nuno Pinto, „Maria Vitória“ von Mário Patrocínio, „Primeira Pessoa do Plural“ (Erste Person des Plurals) von Sandro Aguilar, „Projeto Global“ (Global Project) von Ivo M. Ferreira und „Terra Vil“ (Evil Land) von Luís Campos zur Abstimmung gestellt.
António Ferreiras Film ist eine fiktionale Erzählung, die sich mit Rassismus, dem Älterwerden und Kriegstraumata auseinandersetzt.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Armênio, der kurz vor seinem 80. Geburtstag in ein Pflegeheim zieht, unzufrieden darüber, wie die anderen älteren Bewohner behandelt werden, und unfähig, die Unterstützung einer schwarzen portugiesischen Pflegekraft anzunehmen.
An Hermínia, der schwarzen Frau, lässt Armênio seine Vorurteile und seinen Rassismus aus, während er gleichzeitig in Albträumen die Zeit wiedererlebt, als er im Kolonialkrieg in Afrika kämpfte.
In einem Interview mit Lusa vor der Premiere erklärte António Ferreira, er wolle einen Film über das Älterwerden drehen – diesen unumkehrbaren Moment am Ende des Lebens – und gleichzeitig darüber sprechen, was in der portugiesischen Gesellschaft auch Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges in den kolonialisierten Gebieten noch immer fortbesteht.
Das portugiesische Militär „wurde einer Gehirnwäsche unterzogen, um Schwarze als Feinde zu betrachten. Als der Krieg endete, kam es im Land zu einer Revolution, und niemand erklärte diesen Männern, was man ihnen eingeimpft hatte; niemand hat jemals diese Vorstellungen und Vorurteile abgebaut, die seit Jahrzehnten fortbestehen“, beklagte António Ferreira.
Der 1970 geborene Regisseur führte Recherchen mit ehemaligen Kämpfern und Psychologen durch und ließ sich von seinen persönlichen Erfahrungen als Sohn eines Mannes inspirieren, der mit Kriegsnarben zurückblieb.
In „A Memória do Cheiro das Coisas“ spielt José Martins die Rolle des Armênio, der versucht, sich mit der Vergangenheit und dem Älterwerden auseinanderzusetzen, während er sich mit Hermínia, gespielt von Mina Andala, konfrontiert sieht.
Der Film brachte José Martins den Preis als bester Schauspieler beim Shanghai Film Festival in China ein, und António Ferreira erhielt beim Filmfestival von Tanger in Marokko den Preis für das beste Drehbuch, das er gemeinsam mit Tiago Cravidão verfasst hatte.








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