Dies würde es Costa, dem ehemaligen portugiesischen Ministerpräsidenten, ermöglichen, noch weitere zweieinhalb Jahre im Amt zu bleiben, berichtet Executive Digest.
Laut Expresso versichert eine Regierungsquelle, dass es „die volle Unterstützung des Ministerpräsidenten und der Regierung“ dafür gebe, dass António Costa im Europäischen Rat verbleibt.
Die Regierung unterstützt zudem Roberta Metsola bei ihrem Verbleib als Präsidentin des Europäischen Parlaments.
Beibehaltung der derzeitigen EU-Posten
Montenegro schließt sich der von Manfred Weber, dem Fraktionsvorsitzenden und Vorsitzenden der EVP, befürworteten Lösung an, der beabsichtigt, die derzeitige Verteilung der wichtigsten europäischen Ämter bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2029 beizubehalten.
In diesem Szenario würde António Costa von den Sozialisten und Demokraten (S&D) weiterhin an der Spitze des Europäischen Rates stehen, Roberta Metsola von der EVP würde als Präsidentin des Europäischen Parlaments im Amt bleiben und Ursula von der Leyen, ebenfalls von der EVP, würde weiterhin die Europäische Kommission leiten.
Das derzeitige Trio der EU-Präsidenten
Laut mehreren von Expresso zitierten europäischen Quellen traf sich Manfred Weber letzte Woche mit António Costa und plädierte anschließend gegenüber der EVP-Fraktion dafür, den portugiesischen Politiker im Frühjahr wiederzuwählen.
Weber ist der Ansicht, dass das derzeitige Trio der Präsidenten gut funktioniert und es im Interesse der EVP liegt, das bestehende Gleichgewicht zu bewahren. Laut Expresso gibt es derzeit innerhalb der EVP-Fraktion keinen internen Widerstand dagegen.
Wie bereits im Jahr 2024 zeigt Montenegro Unterstützung für Costa, noch bevor der Sozialist selbst öffentlich bekannt gegeben hat, ob er im Amt bleiben will oder nicht.
Bewährungsprobe für Costas Mandat
Eine von „Expresso“ zitierte europäische Quelle versichert, dass Costa sich auf sein derzeitiges Mandat und auf die Erzielung einer Einigung über den nächsten EU-Haushalt konzentriere; die Verhandlungen über den Finanzrahmen für 2028–2034 gelten als eine der wichtigsten Bewährungsproben für Costas Mandat.
Die Positionen der Mitgliedstaaten sind nach wie vor gespalten: Die nordischen Länder plädieren für erhebliche Kürzungen, während die südlichen Länder darauf bedacht sind, die für den Kohäsionsfonds vorgesehenen Mittel zu erhalten.
Metsolas Einfluss auf die Verhandlungen
Die Präsenz von Roberta Metsola im Europäischen Parlament spielt bei diesen Verhandlungen eine wichtige Rolle, da ihre Amtszeit Mitte Januar 2027 endet und daher in naher Zukunft eine Entscheidung getroffen werden muss.
Bei der Besetzung wichtiger europäischer Ämter wird traditionell versucht, ein Gleichgewicht zwischen den verschiedenen politischen Familien zu wahren. Daher könnte ein möglicher Rücktritt von Metsola die Debatte über die Führung des Europäischen Rates erneut entfachen.
Von Sozialisten geführte Regierungen
Die Sozialisten bleiben die zweitstärkste Kraft im Europäischen Parlament, haben jedoch unter den Regierungschefs der Europäischen Union an Einfluss verloren, insbesondere nachdem sie die Kontrolle über das deutsche Kanzleramt verloren haben, berichtet Executive Digest.
Unter den 27 europäischen Staats- und Regierungschefs haben derzeit nur Spanien, Malta und Dänemark Regierungen, die von Sozialisten geführt werden. Laut „Executive Digest“ dürfte diese Zahl mit der Rückkehr der Schwedin Magdalena Andersson auf vier steigen.
Die EVP stellt elf Regierungschefs, die Liberalen vier.








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