Den neuesten Eurostat- Zahlen zufolge lag die Sparquote der privaten Haushalte im ersten Quartal 2026 bei 14,3 % – unverändert gegenüber dem letzten Quartal des Vorjahres, jedoch unter den Werten, die über weite Teile der Jahre 2024 und 2025 zu verzeichnen waren.

Einfach ausgedrückt misst die Sparquote, wie viel verfügbares Einkommen den Haushalten nach Abzug ihrer Ausgaben noch verbleibt.

Die neuesten Zahlen deuten darauf hin, dass die Menschen weder ihre Ausgaben drastisch einschränken noch plötzlich mehr Geld beiseite legen. Der Konsum der privaten Haushalte stieg im ersten Quartal um 0,8 %, während das verfügbare Bruttoeinkommen um 0,7 % zunahm, sodass die Gesamtsparquote im Großen und Ganzen auf dem gleichen Niveau blieb.

Die Ausgaben hatten bereits aufgeholt

Der Abwärtstrend begann bereits vor Jahresbeginn.

Im vierten Quartal 2025 sank die Sparquote in der Eurozone von 14,8 % auf 14,4 %. Der Konsum stieg in diesen drei Monaten um 1,2 %, während das verfügbare Einkommen langsamer um 0,8 % wuchs.

Portugal gehörte zu den Ländern, in denen die Haushalte in diesem Quartal einen geringeren Anteil sparten. Die Sparquote sank dort im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten um 0,3 Prozentpunkte.

Gleichzeitig investierten die portugiesischen Haushalte mehr. Portugal verzeichnete im letzten Quartal 2025 einen Anstieg der Investitionsquote der privaten Haushalte um 0,2 Prozentpunkte – einer der stärksten Zuwächse unter den EU-Ländern, für die Eurostat Daten veröffentlichte.

In der Eurozone insgesamt gingen die Investitionen der privaten Haushalte zu Beginn des Jahres 2026 jedoch leicht zurück, und zwar von 8,6 % auf 8,5 %.

Die Zahlen liefern eher einen Momentaufnahme darüber, was die Haushalte mit ihrem Geld machen, als eine Erklärung dafür, warum einzelne Familien mehr oder weniger sparen. Doch die Entwicklung der letzten Jahre ist ziemlich eindeutig.

Die Haushalte in der Eurozone sparten 2024 und 2025 zu mehreren Zeitpunkten mehr als 15 % ihres verfügbaren Einkommens. Zu Beginn dieses Jahres hatte sich dieser Wert bei 14,3 % eingependelt.

Für Haushalte, die versuchen, Ersparnisse aufzubauen und gleichzeitig ihre laufenden Ausgaben zu decken, mag dieser Unterschied auf dem Papier gering erscheinen. Bei Millionen von Haushalten stellt er jedoch eine spürbare Verschiebung dar, wie viel Einkommen ausgegeben und wie viel zurückgelegt wird.