Was ist das?
Es sind schwierige Zeiten für DS. Einerseits bringen chinesische Marken in rascher Folge neue Modelle auf den Markt, die die wichtigsten Modelle des französischen Herstellers preislich deutlich unterbieten, andererseits gibt es eine stetig wachsende Zahl von Premium-Modellen für Fahrer, die sich etwas mehr Luxus wünschen.
DS hofft, in diesem Segment Fuß zu fassen, und überarbeitet nun erstmals eines seiner beliebtesten Modelle. Der DS 7 leitete 2017 die Wiedergeburt der Marke ein und erfreute sich großer Beliebtheit – DS hofft daher, dass es mit dem DS No. 7 wieder genauso laufen wird.
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Was ist neu?
Abgesehen von der Namensänderung gehören zu den wichtigsten Merkmalen des DS No. 7 eine Plattform, die auch bei anderen Modellen der Stellantis-Gruppe wie dem Citroën C5 Aircross zum Einsatz kommt, sowie eine Reihe von Assistenzsystemen, die den Fahrkomfort steigern sollen. Auch beim Interieur hat DS keine Kosten und Mühen gescheut und zahlreiche hochwertige Materialien verbaut, darunter Eschenholz für Elemente wie die Lautsprecherblenden.
Äußerlich knüpft das Design an die Modelle DS No. 8 und No. 9 an und verfolgt einen aerodynamischen Ansatz, der dafür sorgen soll, dass das Fahrzeug so geschmeidig wie möglich durch die Luft gleitet.
Was verbirgt sich unter der Motorhaube?
Der DS No. 7 wird sowohl mit Elektro- als auch mit Hybridantrieb auf den Markt kommen. Wir fahren hier die erstgenannte Variante, die in der „Long Range“-Ausführung eine beeindruckende Reichweite von 459 Meilen bietet und damit zu den Spitzenreitern im EV-Segment zählt. Er ist auch mit einer kleineren Batterie erhältlich, was den Preis senkt, sowie in einer leistungsorientierten Version mit zwei Motoren, die in 5,1 Sekunden von 0 auf 60 mph beschleunigt.
Dieses Long-Range-Modell mit einem Motor scheint jedoch dank seiner ausgewogenen Kombination aus Leistung und Effizienz die beste Wahl zu sein. Der DS No. 7 ist zudem mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Benzin-Hybridmotor erhältlich, der in Stellantis-Fahrzeugen bereits vielfach zum Einsatz kommt und für diejenigen gedacht ist, die kein Elektroauto möchten. Es wird erwartet, dass in Kürze auch ein Plug-in-Hybrid hinzukommt, der eine gute Mischung aus den beiden bestehenden Optionen darstellen könnte.
Wie fährt er sich?
DS betont, dass seine Fahrzeuge darauf ausgelegt sind, ein gehobenes Fahrerlebnis zu bieten, und in vielen Bereichen tut der No. 7 genau das. Er ist beeindruckend leise und überzeugt durch hervorragende Laufruhe auf unebenem Untergrund sowie bei höheren Geschwindigkeiten. Auch die Lenkung ist angenehm gewichtet, und obwohl bei etwas höherem Tempo einige Schwächen in der Fahrdynamik dieses Autos zutage treten, hat man das Gefühl, dass schnelles Fahren bei diesem Fahrzeugtyp dem widerspricht, wofür es konzipiert wurde. An das Lenkrad muss man sich allerdings erst gewöhnen – es hat insgesamt eine ungewöhnliche Form.
Auch das Fahrverhalten ist gut, obwohl unser Testwagen mit kleineren 20-Zoll-Rädern ausgestattet war, während andernorts 21-Zoll-Versionen verbaut sind. Wie bei anderen Stellantis-Elektrofahrzeugen haben wir festgestellt, dass die Schaltung manchmal zu „träge“ ist; beim Umschalten zwischen „Vorwärts“ und „Rückwärts“ gibt es oft eine lange Pause – oder sogar einen Kurzausflug in den Leerlauf –, und man muss es oft mehrmals versuchen, bis der Gang eingelegt wird. Das ist zum Beispiel bei einer Dreipunktwende ziemlich nervig.
Wie sieht es aus?
DS hat schon immer versucht, Dinge anders zu machen, und das spürt man auch beim No.7. Während viele andere Elektroautos einen eher abgerundeten, etwas langweiligen Ansatz verfolgen, wirkt der No.7 mit seinen hier und da versteckten raffinierten kleinen Details wirklich interessant. Auch die ultraschlanken LED-Leuchten sind ein raffiniertes Detail.
Auch bei den Außenfarben gibt es eine große Auswahl, und man kann sogar einen zweifarbigen Look wählen, der an das Design eines Rolls-Royce oder eines Maybach-Mercedes erinnert.
Wie sieht es im Innenraum aus?
Wie bereits erwähnt, hat sich DS beim Innenraum des No.7 richtig ins Zeug gelegt. Unser Testwagen war großzügig mit blauem Alcantara ausgestattet, und obwohl wir nicht beurteilen können, wie langlebig dieses Material im hektischen Familienalltag sein wird, sieht es auf jeden Fall hochwertig aus und fühlt sich auch so an. Auch der Bereich der Schalter ist dank seines an „LightSpeed“ erinnernden Designs interessant anzusehen.
Auch die Praktikabilität kann sich sehen lassen. Die Fondpassagiere haben reichlich Beinfreiheit und Kopffreiheit, während der 560 Liter große Kofferraum mit dem der Konkurrenz mithalten kann. Es gibt zwar kein separates Fach für die Ladekabel des Autos, aber der Laderaum verfügt über einen verstellbaren Boden, der sich als praktisch erweisen könnte.
Wie sieht die Ausstattung aus?
Also gut, tief durchatmen – sprechen wir über den Preis. In der Standardausführung mit kleiner Batterie liegt der Preis bei 49.190 £. Haben Sie jedoch Lust auf das Modell mit größerer Batterie und längerer Reichweite? Das kostet dann 53.090 £. Eine Top-Ausstattungsvariante mit zwei Motoren kostet unglaubliche 66.690 £ – eine beachtliche Summe für ein Auto, das im Kern ähnliche Bauteile verwendet wie ein Citroën, der nur die Hälfte kostet.
Man erhält zwar eine umfangreiche Ausstattung – die Elektro-Modelle beginnen in der Ausstattungsvariante „Pallas“ serienmäßig mit beheizbaren Vordersitzen, kabellosem Smartphone-Laden, Verbundglasfenstern für einen leiseren Innenraum und einer die Effizienz steigernden Wärmepumpe –, aber es ist dennoch eine beträchtliche Summe, wenn man sich für das Elektroauto entscheidet. Die Standard-Hybridmodelle beginnen bei knapp unter 39.000 £, und obwohl das günstiger ist, ist es immer noch viel Geld für ein Auto mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Motor.
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Fazit
Man hat das Gefühl, dass DS ein wenig die Orientierung verloren hat. Die Marke versucht, den Premium-Markt zu bedienen, konkurriert dabei jedoch mit Marken, die weitaus mehr Prestige und Tradition bieten. Gleichzeitig bringen preisgünstigere Marken Fahrzeuge mit dem gleichen Ausstattungsniveau wie der No. 7 auf den Markt – und das zu deutlich geringeren Kosten.
Es ist nicht so, dass der DS No. 7 ein schlechtes Auto wäre – ganz im Gegenteil –, aber er ist einfach so hochpreisig, dass wir uns fragen, wer ihn den deutschen Konkurrenten vorziehen würde. Bei einer günstigeren Preisgestaltung könnte der No. 7 den Markt deutlich aufmischen, doch so wie es aussieht, dürfte er es schwer haben.
Daten auf einen Blick
Getestetes Modell: DS No. 7
Preis: 52.290 £
Motor: Einzelner Elektromotor
Leistung: 278 bhp
Drehmoment: k. A.
Höchstgeschwindigkeit: 118 mph
0–60 mph: 7,5 Sekunden
Verbrauch: k. A.
Emissionen: 0
Reichweite: 459 Meilen
Maximale Ladeleistung: 160 kW








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