Laut einem Beschluss des Ministerrats vom 4. September möchte die Regierung, dass Air France-KLM und Lufthansa ihre Angebote zum Erwerb von bis zu 44,9 Prozent an TAP verbessern, und hat daher die Frist für die Privatisierung der nationalen Fluggesellschaft bis zum Jahresende verlängert.

Aus dem Beschluss geht hervor, dass die Exekutive beschlossen hat, „[…] die Frist für das Direktverkaufsverfahren bis zum 31. Dezember 2026 zu verlängern, um den Abschluss der Verhandlungsphase und die Vorlage endgültiger und verbesserter verbindlicher Angebote zu ermöglichen“, berichtet Publituris.

Im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats erklärte der Minister für Präsidialangelegenheiten, Leitão Amaro, dass die Angebote zwar unterschiedlich seien, aber eine „sehr ähnliche Gesamtbewertung“ aufwiesen.

Amaro erklärte, die Angebote seien „insgesamt so ähnlich, dass es im nationalen Interesse am besten ist, eine zusätzliche, abschließende Verhandlungsphase mit beiden Bewerbern durchzuführen“.

Abschließende Verhandlungen mit beiden Bietern

Der Beschluss sieht vor, dass Parpública jeden der Bieter zur Teilnahme an der abschließenden Verhandlungsphase einladen wird; die Dauer dieser Phase wird voraussichtlich drei Wochen betragen.

Es obliegt nun den ausgewählten Regierungsmitgliedern, die für die Bereiche Finanzen und Infrastruktur zuständig sind, „während der Verhandlungsphase die Frist für die Einreichung der endgültigen und verbesserten verbindlichen Angebote anzupassen“.

Der TAP-Privatisierungsprozess sieht den Verkauf von bis zu 49,9 Prozent des TAP-Kapitals vor, wobei 5 Prozent für die Mitarbeiter reserviert sind. Der ausgewählte Investor wird den nicht gezeichneten Anteil möglicherweise im Rahmen eines Vorkaufsrechts erwerben, berichtet Publituris.

Weitere Genehmigungen noch erforderlich

Am 29. Juli, dem letzten Tag der von der Regierung festgelegten Frist, reichten Air France-KLM und Lufthansa ihre verbindlichen Angebote ein. Bevor eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann, sind noch weitere Schritte erforderlich, darunter die Zustimmung des Ministerrats und die Erteilung der Genehmigung durch die europäischen Wettbewerbsbehörden.