Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich berichtete, dass die realen Immobilienpreise weltweit im ersten Quartal des Jahres um 1,2 % gesunken sind – ein stärkerer Rückgang als der Rückgang um 0,5 %, der Ende 2025 zu verzeichnen war.
Vor diesem Hintergrund stiegen die realen Immobilienpreise in Portugal im Jahresvergleich um 15,2 % – der stärkste Anstieg unter den 57 in der BIZ-Studie erfassten Volkswirtschaften. An zweiter Stelle folgte Nordmazedonien mit 12,5 %, gefolgt von Bulgarien mit 10,8 %. Im Vergleich dazu verzeichnete die Eurozone insgesamt ein Wachstum von lediglich 2,6
%. Die BIZ führt den Anstieg in Portugal auf ein anhaltendes Ungleichgewicht zwischen Nachfrage und Angebot auf dem Wohnungsmarkt zurück. Als Reaktion darauf hat die portugiesische Regierung die Mehrwertsteuer für den Bausektor auf 6 % gesenkt und die Baugenehmigungsverfahren durch einen überarbeiteten Rechtsrahmen namens RJUE vereinfacht, obwohl die BIZ deutlich macht, dass keine dieser Maßnahmen die Lage kurzfristig ändern wird.
Der „Property Market-Index“ hat eine eigene Studie veröffentlicht, in der untersucht wird, warum sich der portugiesische Markt weiterhin der globalen Konjunkturabschwächung widersetzt. Sie verweist zunächst auf einen strukturellen Mangel an neuen Wohnungen, wobei zwischen 2020 und 2024 durchschnittlich nur etwa 21.000 Wohnungen pro Jahr fertiggestellt wurden – deutlich weniger als die rund 104.000 Wohnungen, die Anfang der 2000er Jahre jährlich gebaut wurden.
Ausländisches Kapital füllt einen Großteil dieser Lücke. Property Market-Index stellte fest, dass das gesamte Immobilieninvestitionsvolumen in Portugal im Jahr 2024 um 51 % stieg, wobei ausländische Investoren für 81 % dieses Betrags verantwortlich waren. Das Land zog in diesem Jahr zudem 13,2 Milliarden Euro an ausländischen Direktinvestitionen an, von denen 3,5 Milliarden Euro direkt in Immobilien flossen.
Bildnachweis: Zur Verfügung gestelltes Bild; Autor: Portugal Pathways; Portugals Markt für luxuriöse Neubauwohnungen verzeichnet im Jahr 2026 eine RekordnachfrageInnerhalb des Marktes sticht der Bereich der luxuriösen Neubauimmobilien als eines der am schnellsten wachsenden Segmente hervor. Die luxusgewichtete nationale Wachstumsrate des Property Market-Index erreichte im Jahr 2025 12 %, doch mehrere einzelne Hotspots übertrafen diesen Wert bei weitem.
Tróia und Comporta zeigten die stärkste Entwicklung und verzeichneten 2025 jeweils ein Wachstum von 18 %, wobei bis Ende 2026 weitere 9 % prognostiziert werden. In Lissabon sind die Preise für Luxusneubauten im Bereich der Avenida da Liberdade auf bis zu 12.000 € pro Quadratmeter gestiegen.
„Der portugiesische Immobilienmarkt widersetzt sich dem globalen Trend, da die Fundamentaldaten hier strukturell anders sind“, sagte Amanda Collinson, Sprecherin von Property Market-Index. „Die Nachfrage internationaler Käufer, insbesondere nach neuen Luxusimmobilien, übersteigt weiterhin das begrenzte Angebot.“
Mit Blick auf die Zukunft erwartet Property Market-Index, dass das Wachstum in den führenden Hotspots Portugals mehr als doppelt so hoch ausfallen wird wie die Prognosen für die EU, Großbritannien und Nordamerika – ein Trend, der voraussichtlich mindestens bis 2027 anhalten wird.







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