Dieses Werk untersucht anhand von Fotografien und historischen Recherchen das materielle Gedächtnis der portugiesischen Auswanderung.

Das Buch, das vom Diaspora-Historiker Daniel Bastos in Zusammenarbeit mit dem Fotografen Luís Carvalhido konzipiert wurde, ist das Ergebnis einer bahnbrechenden Bestandsaufnahme von Denkmälern, die den Auswanderern gewidmet sind und sich über die 18 Festlandbezirke Portugals sowie die autonomen Regionen Madeira und die Azoren erstrecken.

Diaspora-Historiker Daniel Bastos

Die Präsentation findet um 15 Uhr in der Buchhandlung „La Petite Portugaise“ statt, einer führenden Einrichtung in Brüssel zur Förderung der portugiesischen Sprache und Kultur, und wird von Susana Pratt, Mitbegründerin und Leiterin der Buchhandlung, moderiert.

Das zweisprachig in Portugiesisch und Englisch erschienene Buch, übersetzt von Paulo Teixeira, enthält ein Vorwort des Philosophen und Schriftstellers Onésimo Teotónio Almeida sowie ein Nachwort der Migrationssoziologin Maria Beatriz Rocha-Trindade. Das Werk bietet eine Reise durch die Präsenz der Figur des Auswanderers im portugiesischen Gedächtnis und Kulturerbe.

Anhand einer reich bebilderten Reise führt „Monumentos ao Emigrante“ durch alle Regionen des Landes und stellt den Lesern mehr als hundert Denkmäler vor, darunter Büsten, Statuen und Gedenkstätten, die an diejenigen erinnern, die das Land verlassen haben, und die von der Bedeutung zeugen, die die Auswanderung in der Zeitgeschichte Portugals eingenommen hat.

Das Buch ist mehr als nur ein Bestandsverzeichnis des Kulturerbes; es bietet eine Interpretation dessen, wie die portugiesische Gesellschaft die Erfahrungen des Aufbruchs, der Arbeit, der Abwesenheit, der Rückkehr und des Aufbaus eines neuen Lebens jenseits der Landesgrenzen dargestellt und im öffentlichen Raum verankert hat. Diese Denkmäler stellen daher eine wichtige materielle Quelle dar, um die Geschichte der portugiesischen Auswanderung und das Ausmaß der portugiesischen Diaspora zu verstehen, die sich über alle Ecken der Welt erstreckt.

Die Präsentation in Brüssel, die der Öffentlichkeit zugänglich ist, hat zudem eine besondere Bedeutung für die Anerkennung der portugiesischen Gemeinschaft in Belgien, einer der größten und dynamischsten portugiesischen Gemeinschaften in Europa. Derzeit leben in Belgien rund 70.000 portugiesische Staatsbürger sowie eine beträchtliche Zahl von Menschen portugiesischer Abstammung.

Die Präsentation in „La Petite Portugaise“, einem unverzichtbaren Treffpunkt zur Förderung der portugiesischen Sprache, Kultur und Identität in der belgischen Hauptstadt, markiert zudem den Abschluss eines Vortragszyklus in Europa zu einem Werk, das seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2025 die Erinnerung an die portugiesische Auswanderung in verschiedene Teile der Diaspora getragen hat.

Im Vorwort hebt Onésimo Teotónio Almeida, emeritierter Professor an der Brown University und eine der angesehensten Stimmen in der Erforschung und Reflexion der portugiesischen Identität, die Stärke der visuellen Dimension des Buches hervor:

„Wenn ein Bild mehr sagt als tausend Worte, dann springen uns hier zweihundertfünfzigtausend wunderschöne Worte mit beeindruckender Beredsamkeit ins Auge.“

Autor: „Monumentos ao Emigrante“;

Maria Beatriz Rocha-Trindade, Autorin eines umfangreichen Werkes zum Thema Migration, hebt in ihrem Nachwort den Beitrag der Publikation zum historischen Wissen hervor:

„Dieses Buch leistet einen wertvollen Beitrag zu unserem Wissen über die Geschichte Portugals.“

Mit institutioneller Unterstützung des Staatssekretärs für portugiesische Gemeinschaften und der Geografischen Gesellschaft von Lissabon etabliert sich „Monumentos ao Emigrante – Uma Homenagem à História da Emigração Portuguesa“ als ein Werk der Erinnerung, des Kulturerbes und der Identität, das das Portugal der Auswanderung mit dem Portugal von heute und seiner weit über die ganze Welt verstreuten Diaspora in einen Dialog bringt.