Die für die Region Beira Baixa geplante Solaranlage „Sophia“ wird eine Reduzierung ihrer geplanten Leistung um 34 % verzeichnen, von 867 MWp auf rund 573 MWp.

Der Projektentwickler Lightsource bp hat zudem die vom Projekt umschlossene Fläche um 32 % reduziert, während die Anzahl der einzelnen eingezäunten Bereiche von 44 auf 22 halbiert wird.

Die Änderungen sind das Ergebnis einer Umweltverträglichkeitsprüfung, bei der „erhebliche und sehr erhebliche“ negative Auswirkungen auf die Landschaft, den Boden und die Landnutzung, die Raumplanung sowie die lokale Wirtschaft festgestellt wurden.

Lightsource bp hat nun bis zum 2. Oktober Zeit, das überarbeitete Projekt bei der portugiesischen Umweltbehörde (APA) einzureichen.

Geringere Flächeninanspruchnahme

Der ursprüngliche Plan erstreckte sich über Fundão, Idanha-a-Nova und Penamacor im Bezirk Castelo Branco.

Nach dem neuen Vorschlag wird die Fläche in Penamacor und Idanha-a-Nova verringert. In Fundão werden keine Solarmodule mehr installiert, obwohl ein Teil der Stromleitung, die das Projekt an das Netz anschließt, weiterhin durch die Gemeinde verlaufen wird.

Auch bei der Übertragungsinfrastruktur gibt es Änderungen. Vier geplante Mittelspannungs-Freileitungskorridore wurden gestrichen, und rund 70 % der bevorzugten Stromleitung werden entlang bereits bestehender Infrastruktur verlaufen.

Nach Angaben des Projektträgers werden rund 70 % der Flächen, auf denen nun Solarmodule stehen sollen, derzeit für Eukalyptus-Monokulturen genutzt.

Eine weitere wesentliche Änderung betrifft landwirtschaftliche Flächen. Der ursprüngliche Vorschlag umfasste 222,1 Hektar, die als für eine künftige Bewässerung geeignet identifiziert worden waren. Das überarbeitete Projekt umgeht diese Flächen vollständig.

Umweltbedenken berücksichtigt

Lightsource bp hat mehrere Änderungen vorgenommen, die speziell auf die während der Umweltprüfung vorgebrachten Bedenken abzielen.

Die Überschneidung des Projekts mit Gebieten, die als nationales Naturschutzgebiet ausgewiesen sind, wird von 10,8 Hektar auf rund 0,1 Hektar sinken – eine Reduzierung um 99 %.

Pläne, die 7,1 Hektar Pyrenäen-Eichenwald betrafen, wurden ebenfalls verworfen, und der überarbeitete Vorschlag sieht nun nicht mehr die Fällung großer Korkeichen oder Steineichen vor.

Ein weiteres Anliegen betraf die Tierwelt. Der Abstand zwischen dem Bauvorhaben und einem Schlafplatz der Schwarzgeier wird sich erheblich vergrößern – von nur 290 Metern im ursprünglichen Plan auf rund 4,4 Kilometer.

Miguel Lobo, Geschäftsführer von Lightsource bp in Portugal, erklärte, Rückmeldungen aus der Öffentlichkeit, bei lokalen Versammlungen und von offiziellen Stellen hätten zur Ausarbeitung der neuen Fassung beigetragen.

Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium. Sollte es letztendlich genehmigt werden, ist die Umsetzung derzeit für 2029 geplant.

Lightsource bp hat dem Projekt zudem ein Paket lokaler Maßnahmen im Wert von mehr als 20 Millionen Euro beigefügt. Dazu gehören Unterstützung für Haushalte in Energiearmut, Modelle für den kollektiven Eigenverbrauch, Brandschutz, Beschäftigungs- und Ausbildungsinitiativen, Unterstützung für die Landwirtschaft sowie Investitionen in nachhaltigen Tourismus in Beira Baixa.

Die Neugestaltung bedeutet nicht, dass „Sophia“ bereits genehmigt wurde. Sobald die überarbeiteten Pläne eingereicht sind, wird die APA diese veröffentlichen und eine neue öffentliche Konsultation mit einer Laufzeit von 10 Arbeitstagen einleiten, bevor die Prüfungskommission die Änderungen prüft.

In dieser nächsten Phase wird sich zeigen, ob die Verkleinerung des Projekts und die Verlegung von Teilen der Infrastruktur ausreichen, um die Bedenken auszuräumen, die den Fortgang des ursprünglichen Vorschlags verhindert hatten.