Eine neue Studie der Nova School of Business & Economics (Nova SBE) beleuchtet die systemische Ungleichheit beim beruflichen Aufstieg in der globalen Tourismusbranche.
Frauen machen zwischen 54 und 56 Prozent der Beschäftigten in der globalen Tourismusbranche aus, doch nur 7 Prozent bekleiden Führungspositionen, berichtet Essential Business.
In Portugal zeigt die Studie, dass derzeit kein nationaler Tourismusverband von einer Frau geleitet wird. Und das trotz Mechanismen, die speziell darauf ausgelegt sind, geschlechtsspezifische Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt zu bekämpfen.
Der Anteil sinkt mit zunehmender Führungsposition
Eine weitere Studie mit dem Titel „Women in Tourism Leadership: The Representation Gap“, die vom Westmont Institute of Tourism & Hospitality durchgeführt wurde, kommt zu dem Schluss, dass der Frauenanteil abnimmt, je höher Frauen auf der Karriereleiter innerhalb der Branche aufsteigen.
Nach den von Nova SBE analysierten Daten besetzen Frauen nur 20 Prozent der Führungspositionen auf C-Level, während dieser Anteil bei Positionen im Top-Management auf 7 Prozent sinkt.
Die Daten basieren auf einem Bericht von Aptamind aus dem Jahr 2023, der vom World Travel & Tourism Council (WTTC) unterstützt wurde.
Lohnungleichheiten in Führungspositionen
Der „Travel Gender Pay Gap Index“ von C&M aus dem Jahr 2023 zeigt, dass Ungleichheit auch bei den Gehältern besteht, wobei das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in Führungspositionen bis zu 38,45 Prozent betragen kann.
Die Methodik der Studie basierte auf einem Mapping-Ansatz, bei dem über 60 wissenschaftliche und institutionelle Studien, Interviews mit Branchenführern sowie ein internationaler Vergleich von Gleichstellungsinitiativen in mehr als einem Dutzend Ländern miteinander abgeglichen wurden.
Vorschläge für Veränderungen
Die Forscher identifizierten mehrere Faktoren, die zur Unterrepräsentation von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Branche beitragen.
Zu den vorgeschlagenen Maßnahmen gehören leistungsorientierte berufliche Beurteilungen und Beförderungen anstelle einer Bewertung anhand der am Arbeitsplatz verbrachten Arbeitsstunden. Die Forscher schlagen außerdem vor, die Rückkehr auf das gleiche berufliche Niveau nach dem Mutterschaftsurlaub zu gewährleisten.
Zu den weiteren vorgeschlagenen Maßnahmen gehören unternehmensübergreifende Mentoring- und Fördernetzwerke sowie die Offenlegung von Kennzahlen zur beruflichen Entwicklung.









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