Wie 24 Notícias unter Berufung auf eine Analyse der Immobilienplattform idealista berichtet, gingen zwischen April und Juni landesweit durchschnittlich 24 Anfragen pro Mietangebot ein, was einem Anstieg von 36 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Dieser Anstieg ist trotz eines Rückgangs der durchschnittlichen Angebotsmieten um 2,4 Prozent zu verzeichnen, was das anhaltende Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage unterstreicht.

Ruben Marques, ein Sprecher von idealista, erklärte, der leichte Rückgang der Mieten solle nicht als Zeichen für einen weniger umkämpften Markt gewertet werden; vielmehr bedeute die Knappheit an verfügbaren Wohnungen, dass jede neue Immobilie, die auf den Markt komme, weiterhin Dutzende potenzieller Mieter anziehe.

Interesse der Mieter

Coimbra verzeichnete unter den Bezirkshauptstädten Portugals den höchsten jährlichen Anstieg des Mietinteresses, wobei die durchschnittliche Anzahl der Anfragen pro Inserat im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um 153 Prozent stieg.

Porto folgte dicht dahinter mit einem Wachstum von 146 Prozent, während in Lissabon die Nachfrage um 53 Prozent stieg. Auch Braga verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg um 19 Prozent, ebenso wie Leiria (13 Prozent), Santarém (11 Prozent), Setúbal (8 Prozent) und Viana do Castelo (7 Prozent).

Obwohl Coimbra das schnellste Wachstum verzeichnete, stand Santarém hinsichtlich der Gesamtnachfrage unter dem größten Druck: Jede Mietanzeige zog durchschnittlich 34 Anfragen an. Leiria belegte mit 30 Verträgen pro Inserat den zweiten Platz, gefolgt von Évora mit 29; sowohl Faro als auch Setúbal lagen im Durchschnitt bei 28, während Ponta Delgada 25 erreichte. Lissabon und Porto verzeichneten jeweils durchschnittlich 21 Anfragen pro inserierter Immobilie.

Am anderen Ende der Skala blieb Portalegre mit durchschnittlich nur acht Anfragen pro Inserat der am wenigsten umkämpfte Mietmarkt, gefolgt von Vila Real mit 12.

Mietwohnungen

Die Zahlen zeigen zudem, dass die Mietnachfrage im vergangenen Jahr in neun Bezirkshauptstädten gestiegen ist, in weiteren neun zurückgegangen ist und in Beja und Bragança unverändert blieb, was erhebliche regionale Unterschiede im ganzen Land verdeutlicht.

Bei der Analyse nach Bezirken und Inseln verzeichnete Setúbal mit durchschnittlich 34 Anfragen pro Immobilie den größten Druck auf dem Mietmarkt, gefolgt von Lissabon und Santarém mit jeweils 26 sowie dem Bezirk Porto mit 22.

Coimbra stach in der umfassenderen Bezirksanalyse erneut hervor und verzeichnete einen Anstieg der durchschnittlichen Anfragen pro Mietangebot um 99 Prozent, gefolgt von Porto mit einem Wachstum von 90 Prozent, vor Lissabon (36 Prozent), Setúbal (16 Prozent) und Viana do Castelo (15 Prozent).

Die stärksten Rückgänge bei der Mietnachfrage wurden hingegen in Portalegre verzeichnet, wo die Anfragen um 46 Prozent zurückgingen, gefolgt von Madeira mit einem Rückgang von 38 Prozent und Vila Real, wo sie um 19 Prozent sanken.

Die im Rahmen der portugiesischen Wohnungsbaustrategie eingeführten Maßnahmen zielen darauf ab, das Angebot an bezahlbarem Mietwohnraum zu erhöhen, Planungsverfahren zu vereinfachen und die Rückführung leerstehender Immobilien auf den Markt zu fördern.

Branchenverbände und Wohnungsexperten haben jedoch darauf hingewiesen, dass wesentliche Verbesserungen wahrscheinlich von einem erheblichen Anstieg des Wohnungsbaus und langfristigen Investitionen im Mietsektor abhängen werden.