Eine neue Studie, die im „Journal of Maps“ veröffentlicht wurde, analysierte mehr als 22 Millionen Immobilienanzeigen aus über 30 europäischen Ländern im Zeitraum von März 2024 bis März 2025.

Die Forscher untersuchten, wie viel Wohnraum sich jemand mit einem durchschnittlichen lokalen Gehalt leisten könnte, wenn er ein Drittel seines Einkommens für eine Hypothek mit einer Laufzeit von 30 Jahren aufwenden würde.

Die Ergebnisse stufen Portugal neben den Niederlanden und der Schweiz als eines der Länder ein, die für Käufer mit Durchschnittsgehalt als „systematisch unerschwinglich“ gelten.

Der Großraum Lissabon gehört zu den europäischen Regionen, in denen sich ein Käufer mit einem Durchschnittsgehalt weniger als 50 Quadratmeter Wohnraum leisten kann. Porto steht unter ähnlichem Druck, wenn auch in etwas geringerem Ausmaß.

Auch die Algarve sticht in der Studie als einer der tourismusbedingten Hotspots für die Unbezahlbarkeit von Wohnraum in Europa hervor.

Die Forscher verweisen auf die Kombination aus relativ niedrigen lokalen Gehältern und Immobilienpreisen, die zunehmend durch den Tourismus, die Nachfrage nach Zweitwohnungen und internationale Investitionen beeinflusst werden.

Das Problem konzentriert sich insbesondere auf die portugiesische Küste. Lissabon, Porto, die Algarve und mehrere Küstengemeinden zwischen Setúbal und Braga weisen einige der niedrigsten Werte bei der Wohnraumerschwinglichkeit im Land auf.

Im Gegensatz dazu sind Teile des Landesinneren im Norden, in der Zentralregion und im Alentejo nach wie vor deutlich erschwinglicher.

Die Forscher warnen jedoch davor, dass günstigere Immobilien nicht unbedingt bedeuten, dass diese Gebiete eine praktikable Alternative darstellen, da einige von ihnen über weniger Beschäftigungsmöglichkeiten, schlechtere Verkehrsanbindungen und ein begrenztes Wohnungsangebot verfügen.

Auch das Mieten wird immer schwieriger

Der Kauf ist nicht die einzige Herausforderung.

Die Studie ergab, dass ein erheblicher Anteil der Menschen in Portugal in Gemeinden lebt, in denen ein Durchschnittsgehalt nicht mehr ausreicht, um eine Wohnung von etwa 50 Quadratmetern zu mieten und dabei die Wohnkosten auf ein Drittel des Einkommens zu begrenzen.

Lissabon gehört zu den am stärksten betroffenen Gebieten in Westeuropa, während Porto, die Algarve und andere Küstenregionen ebenfalls unter erheblichem Mietdruck stehen.

Die Situation spiegelt ein allgemeines europäisches Wohnungsproblem wider. Rund 44 % der europäischen Bevölkerung leben in Gemeinden, in denen man mit einem Durchschnittsgehalt nach den Berechnungen der Studie weniger als 50 Quadratmeter Wohnraum erwerben könnte.

Gleichzeitig leben 39 % in Gebieten, in denen ein Durchschnittsgehalt nicht ausreicht, um eine 50 Quadratmeter große Wohnung zu mieten und dabei die Wohnkosten auf das empfohlene Drittel des Einkommens zu begrenzen.

Die Forscher argumentieren, dass Gebiete, die dem größten Druck ausgesetzt sind, möglicherweise gezieltere Wohnungsbaumaßnahmen benötigen, anstatt einer landesweit einheitlichen Lösung – insbesondere in Ballungsräumen und beliebten touristischen Küstenorten.